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Verschiedene Arten von Türschlössern

Schlösser werden bauartlich und hinsichtlich ihres Verwendungszwecks unterschieden. Diese beiden Unterscheidungen überlagern sich zwangsläufig. Beim Verwendungszweck ist grundsätzlich zwischen dem einfachen Schloss nur für eine Tür und der Schließanlage zu unterscheiden. Letztere ist so aufgebaut, dass der Schlüssel für die Haustür und dazu exklusiv nur für eine Wohnungstür passt. Ein Generalschlüssel wiederum passt in alle Schlösser der Schließanlage. Schließanlagen können in unterschiedlichsten Ebenen strukturiert sein. So ist es möglich, dass die Lehrer einer Schule mit ihrem Schlüssel verschiedene Klassenräume und die Schultür aufschließen können, bestimmte Räume aber – das Direktorzimmer oder einen Technikraum – hingegen nicht. Der Hausmeister wiederum kann mit einem Schlüssel alle Schlösser der Schule schließen.

SchlossBauartliche Unterscheidung von Schlössern

Bauartlich gibt es die unterschiedlichsten Schlösser für verschiedene Zwecke und auch aufgrund historischer Entwicklungen. Man unterscheidet das Einsteck-, Aufschraub-, Buntbart- und Einbohrschloss, das Besatzungs-, Zuhaltungs- und Drehstangenschloss, ein Schubstangen- oder ein Zylinderschloss, ein Magnetschloss, einen Schubriegel, ein Wechselschloss, ein Vorhänge- und auch ein Hakenfallenschloss sowie die einfachen Möbelschlösser. Es gibt noch mehr solcher Unterscheidungen, vor allem seit der Digitalisierung der modernen Schließanlagen. Schlösser gibt es schon sehr lange, älteste Funde datieren auf 5000 v. Chr. aus dem Reich der Pharaonen. Um 100 n. Chr. fertigten die Römer das erste Metallschloss. Türschlösser wurden etwa ab 1600 entwickelt, das erste Zylinderschloss entwickelte der US-amerikanische Erfinder Linus Yale Senior im Jahr 1844. Die heute gängigen Türschlösser werden prinzipiell – bauartlich – nach ihrem Einsatz für Innen- oder Außentüren unterschieden. Obgleich es fast immer Einsteckschlösser sind, in die ein Schlüssel also eingesteckt werden muss, sind Außenschlösser oder Schlösser für Sicherheitsbereiche in der Regel schwerer ausgebildet. Diese Einsteckschlösser werden wiederum nach Buntbart-, Zuhaltungs- oder Besatzungsschlössern unterschieden, des Weiteren nach Schlössern für Schließzylinder und nach Elektronikschlössern.

Funktionsweise einzelner Schlösser

Im Folgenden soll die Funktionsweise einzelner Schlösser aufgezeigt werden, um beispielhaft die Unterschiede zu verdeutlichen. Ein Einsteckschloss wird in die Tür eingelassen, es kann wiederum als Buntbart-, Besatzungs-, Zuhaltungs- oder Zylinderschloss ausgeführt werden. Das Buntbartschloss ist folglich ein Einsteckschloss, aber das mit dem bekannten einfachen Bartschlüssel für Zimmertüren in der Wohnung. Dieses Schloss weist eine relativ geringe Sicherheit auf und ist auch mit einem sogenannten Dietrich zu öffnen. Im Gegensatz dazu besteht das Zuhaltungsschloss im Inneren aus Blechscheiben mit Aussparungen, die der Schlüssel öffnet, den wir noch für einige Haustür verwenden. Ein noch komplexeres Innenleben weist das Zylinderschloss auf, das heute das gängigste Schloss für Wohnungs- und Haustüren ist und meist in Schließanlagen verwendet wird. Im Zylinder dieses Schlosses sperren Stiftpaare (meist fünf oder mehr) den Zylinderkern gegenüber seinem Gehäuse ab und werden durch den Schlüssel entriegelt.

Veröffentlicht unter Ratgeber
Schlüsseldienst in Essen, Gelsenkirchen, Bottrop und dem gesamten Ruhrgebiet